Mundgeruch (Halitosis)

Der Schauspieler Marcello Mastroianni stellte einmal fest: „Ein Lebenskünstler beginnt den Tag, indem er etwas Schönes küsst“. Sicherlich völlig richtig. Aber der Kusspartner sollte nicht nur optisch ansprechend sein, sondern auch angenehm schmecken und riechen. Bei fast jedem dritten Kusspartner trifft dies aber nicht zu, denn er leitet unter Mundgeruch (Synonyme: „bad breath“, „Foetor ex ore“, „oral malodor“), dem Tabu-Thema Nr. 1.

Um gleich mit einem gängigen Meinung aufzuräumen: Der Magen-Darm-Trakt, von den meisten als Ausgang des Übels angesehen, kommt nur in rund 10 % aller Fälle als Ursache für Mundgeruch oder Halitosis in Betracht. In neun von zehn Fällen liegt die Ursache in der Mundhöhle oder auf der Zunge. Hier produzieren Fäulnisbakterien aus Speiseresten übelriechende Schwefelverbindungen, sogenannte VSC (volatile sulphur compounds), sowie organische Säuren (Buttersäure) und Amine (z. B. Putreszine, Cadaverin). Vor allem bakterieller Zahnbelag auf der Zunge fördert die Entwicklung dieser Stoffwechselprodukte. Während säuerlicher Mundgeruch eher bei Magenerkrankungen auftritt, entsteht Azetongeruch bei Hungern oder einem schlecht eingestellten Diabetes.

Im Kampf gegen Mundgeruch hilft also meist eine gute Mundhygiene. Hierzu gehört die Zahnpflege mit der Zahnbürste und die ZAhnzwischenraumreinigung mit Zahnseide oder Bürstchen. Zusätzlich sollte auch der Zungenbelag entfernt werden (Stellungnahme der DGZMK). Dazu reicht ein einfacher Esslöffel oder Sie benutzen einen spezielle Zungenschaber oder eine spezielle Zungenbürste mit kurzen Borste. Mundwässer können kurzfristig sinnvoll sein, der in der Werbung so gerne versprochene „frische Atem“ ist durch Mundspülungen alleine aber nicht zu erreichen.

Wenn diese Eigenmaßnahmen nicht helfen, steht ein Besuch beim Zahnarzt an erster Stelle. Messgeräte zur Bestimmung des Mundgeruchs, sogenannte Halimeter, sind nicht unbedingt notwendig, oder sinnvoll. Die Nase einer Durchschnittsperson ist ein ausreichend gutes Messgerät. Es kann durchaus sinnvoll sein, eine Vertrauensperson oder den Arzt zu fragen, ob tatsächlich ein wahrnehmbarer Mundgeruch vorhanden ist.

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