Gesunde Zähne trotz Zahnersatz

Wie Sie Ihre Zähne richtig pflegen, können Sie in der Rubrik „Zahnpflege – Erwachsene“ nachlesen. Wenn Sie aber Zahnersatz, zum Beispiel Kronen oder Brücken haben, sind zusätzliche Pflegemaßnahmen erforderlich. Denn durch den Zahnersatz entstehen Problemzonen, an denen sich besonders leicht Bakterien ansiedeln. Karies und Zahnfleischentzündungen sind dann die Folge! Durch Intensivpflege und regelmäßige Kontrolle beim Zahnarzt können Sie das vermeiden.

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Durch festsitzenden Zahnersatz (Kronen, Brücken) entstehen Problemzonen, die Sie zum Schutz Ihrer Zähne bei der Gebisspflege beachten müssen. Hier reicht die „normale“ Zahnpflege nicht aus. Problemzonen bei Kronen sind der Kronenrand (a) und die Zahnzwischenräume (c). Bei Brücken kommt außerdem die Auflagefläche der künstlichen Zähne auf dem Zahnfleisch hinzu (b).

Zahnpflege bei Kronen und Brücken

Kronen werden bei der normalen Zahnpflege gleich mitgereinigt. Ihr besonderes Augenmerk sollten Sie auf die wichtige Reinigung des Kronenrandes, also des Zahnhalsbereiches legen. Hier sammeln sich leicht Beläge an, die zu Karies führen. Vergessen Sie nicht, die Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürste zu säubern.

Für die Reinigung von Brücken oder Stegen reicht die normale Zahnpflege nicht mehr aus. Denn durch die Brücken entstehen konstruktionsbedingt Bereiche, die für die Zahnbürste nicht zu erreichen sind. Das ist zum einen der Bereich am Übergang der Krone zum Zwischenglied und die der Zunge bzw. dem Gaumen zugewandte Seite des Zwischengliedes.

Um diese Bereiche zu reinigen, verwenden Sie eine kleine Einbüschelbürste oder eine Zahnzwischenraumbürste. Führen Sie die Bürste von der Wangen- oder Zungenseite vorsichtig in den Zwischenraum von Krone und Brückenglied ein und bewegen Sie die Bürste mehrmals hin und her.

Zahnpflege bei herausnehmbaren Zahnersatz

Bei herausnehmbaren Zahnersatz müssen Sie Gebiss und Prothese pflegen. An der Kunststoff- oder Metallbasis des Zahnersatzes lagert sich Zahnbelag an. Wird der Zahnersatz nicht gründlich gereinigt, können unangenehmer Mundgeruch und Entzündungen die Folge sein. Nehmen Sie daher alle herausnehmbaren Prothesen möglichst nach jeder Mahlzeit heraus und spülen Sie den Zahnersatz unter fließendem Wasser ab. Denn oft sammeln sich Speisereste unter der Prothese an.

Wenigstens einmal am Tag sollten Sie Ihrer Prothese eine gründliche Reinigung gönnen. Nehmen Sie dazu eine spezielle Prothesenreinigungsbürste. Füllen Sie zuvor etwas Wasser in das Waschbecken. So kann Ihrer Prothese nichts passieren, wenn Sie Ihnen bei der Reinigung versehentlich aus der Hand fällt. Bürsten Sie nun die Prothese vorsichtig von allen Seiten. Achten Sie dabei sorgfältig darauf, dass Speisereste und Beläge zwischen den Zähnen und in den Aussparungen für den Kieferkamm entfernt werden.

Spezielle Prothesenreinigungsmittel in Pulver- oder Tablettenform können diese Reinigung unterstützen, aber nicht ersetzen! Stattdessen können Sie eine Zahnpasta mit geringer Abrasion – in der Regel Zahnpasten für empfindliche Zähne – verwenden. Reinigen Sie bei Teilprothesen auch die Geschiebeverbindungen, Klammern und Doppelkronen von Speiseresten und Belägen.Wenn sich trotz regelmäßiger Reinigung „Zahnstein“ an der Prothese bildet, sollte Ihr Zahnarzt eine professionelle Reinigung vornehmen. Kratzen Sie nicht selbst den Zahnstein von der Prothese, das schadet nur!
Wenn die Prothese nachts nicht getragen wird (bitte mit Zahnarzt abklären), sollten Sie die Prothese nachts in einem Glas mit sauberem Wasser (ohne Reinigungsmittel oder Tabletten) aufbewahren. Die Lagerung an der Luft schadet dem Prothesenkunststoff. Am nächsten Morgen sollten Sie die Prothese nochmals gut spülen und sie dann wieder in den Mund setzen.

Falls Sie Träger einer Totalprothese sind, sollten Sie Ihre von der Prothese bedeckten Mundschleimhaut und den Zungenrücken mit einer weichen, vorher mit warmen Wasser benetzten Zahnbürste reinigen. Dadurch wird die Schleimhaut massiert und die Durchblutung gefördert. Das hilft, Entzündungen zu vermeiden.

 

Besonders wichtig für den Erhalt der Dritten und – vor allem wichtig für den Erhalt der eigenen Zähne ist eine sorgfältige Hygiene. Ein regelmäßig gepflegter Zahnersatz sieht nicht nur schöner aus, sondern er gibt auch ein Gefühl der Sicherheit.

Eine spezielle Prothesenbürste erleichtert die Reinigung des herausnehmbaren Zahnersatzes. Reinigungstabletten, -pulver oder pasten unterstützen die Prothesenpflege und wirken leicht desinfizierend, können die mechanische Reinigung mittels Prothesenbürste aber nicht ersetzen.

Reinigung der Prothesenverbindung am Restgebiss mit einer Zahnzwischenraumbürste (Interdentalbürste). So bleibt der Zahnzwischenraum sauber und entzündungsfrei.

Vorsorge ist wichtig

Suchen Sie regelmäßig, mindestens einmal jährlich (besser: zweimal jährlich) Ihre Zahnarztpraxis zur Kontrolluntersuchung auf. Eventuelle Erkrankungen an Zähnen und Zahnfleisch können so vermieden oder rechtzeitig erkannt werden. Das Praxisteam hilft Ihnen auch, wenn Sie Schwierigkeiten bei der richtigen Pflege Ihres Zahnersatzes haben.

Auch als Trägerin oder Träger einer Totalprothese sollten Sie unbedingt mindestens einmal jährlich (besser: zweimal jährlich) Ihre Prothese und die Mundschleimhaut beim Zahnarzt kontrollieren lassen, auch dann, wenn keine Probleme vorliegen. Gewebeveränderungen oder der normale, altersbedingte Knochenschwund können im Kiefer Veränderungen hervorrufen, die eine Anpassung der „Dritten“ benötigen.
Außerdem können durch die regelmäßigen Kontrollen Veränderungen der Mundschleimhaut und der Mundhöhle, die Vorstufen eines kanzerogenen Prozesses („Krebs“) sein können,  rechtzeitig erkannt und behandelt werden.

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